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Welche Rolle nachhaltige Forstwirtschaft für die Treibhausbilanz und CO2 Fixierung der Wälder spielt

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Der Klimawandel ist mit seinen wirtschaftlichen, sozialen und Umweltfolgen eine der größten Bedrohungen des 21. Jahrhunderts. Alles und jeder ist davon betroffen, sowohl die Natur, als auch Firmen und wir als Bürger selbst. Da viele falsche Vorstellungen über die Forstwirtschaft in diesem Zusammenhang bestehen, möchten wir mit diesem Blog die wichtige Rolle des Waldes und einer nachhaltigen Forstwirtschaft im Kampf gegen den Klimawandel erläutern. Bäume zu fällen, muss nämlich nicht immer etwas Schlechtes für die Treibhausbilanz bedeuten….

Die Kohlenstoffdioxidkonzentration in der Luft stieg im 20. Jahrhundert stark an und wächst seit dem kontinuierlich. Seit 1850 ist die weltweite CO2-Konzentration um 30% gestiegen. In Spanien allein ist sie im Jahr 2015 um 5% gestiegen. Dies sind alarmierende Werte, die sich auf menschliche Aktivität zurückführen lassen.

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Wir müssen handeln, um das Kohlendioxid in unserer Atmosphäre zu reduzieren und die Folgen der Luftverschmutzung auf ein Minimum zu begrenzen. Dazu brauchen wir die Hilfe der Natur. Damit meinen wir konkret, die Unterstützung von Bäumen. Diese vollziehen nämlich, während sie wachsen, einen Prozess der Fotosynthese, in dem CO2 absorbiert und gespeichert wird. Dieses benötigen sie in Form von Kohlenhydraten für ihren metabolischen Prozess, um wachsen zu können. Zur gleichen Zeit produzieren sie Sauerstoff, der für unser Leben unverzichtbar ist.

Dieser Prozess eines Baumes dauert solange an bis er nicht mehr weiter wächst. Ist er einmal ausgewachsen, kommt der Moment, in dem man ihn fällen sollte, da das gespeicherte CO2 wieder freigegeben wird, wenn er sich wieder zersetzt oder bei einem Waldbrand verbrennt. Dies würde wiederum eine Belastung der Atmosphäre mit Kohlenstoffdioxid bedeuten. Fällt man ihn jedoch, und verwendet das Holz zur Produktion von z.B. Möbeln, kann das CO2 viele Jahre lang weiter gespeichert werden. Wird das Holz zu Papier verarbeitet weisen sie einen kürzeren Lebenszyklus auf und das Kohlendioxid wird schneller wieder in die Atmosphäre freigegeben.

Es hat sich gezeigt, dass ungefähr 50% des Gewichts eines trockenen Baumstammes aus Kohlenstoffdioxid besteht. Zum Beispiel eine Föhre (Pinus sylvestris), die eine Tonne auf die Waage bringt, besteht aus etwa 250kg CO2.

 

Speicherkapazität

 

Ein Kubikmeter Holz befreit die Atmosphäre von ca. einer Tonne CO2. Die spanischen Wälder speichern somit 3.3120 Millionen Tonnen CO2.

Neben der Föhre gibt es weitere Baumarten, die große Mengen an Kohlendioxid speichern können. Laut der Internetseite „Conciencia Eco” (Digitale Fachzeitschrift zur Umweltpflege) stechen vor allem die Effizenz der Latschenkiefer (Pinus halepensis), die 48.870kg CO2 pro Jahr speichert, und der Pinie (Pinus pinea), die ca. 27.180kg CO2 pro Jahr speichert, hervor. Weitere Arten, die eine hohe Speicherkapazität aufweisen sind beispielsweise auch die Steineiche (Quercus ilex), die Korkeiche (Quercus suber), die Ulme (Ulmus minor), der Olivenbaum (Olea europae), die Mittelmeer-Zypresse (Cupressus sempervirens), u.v.m. Wir haben das große Glück, dass diese Arten in Europa sehr häufig vorkommen, jetzt fehlt nur noch eine kluge und nachhaltige Forstwirtschaft.

Uns von SocialForest liegt es am Herzen, zu erklären, dass einen Baum zu fällen, nicht immer bedeuten muss, dass man dem Wald oder dem Klima schadet. Ganz im Gegenteil: Es ist überaus wichtig, dass man den Wald sinnvoll bewirtschaftet, das heißt Bäume selektiv zu fällen, damit einzelne starke, junge Bäume, die viel CO2 speichern können, aufgrund weniger Konkurrenz um Licht, Wasser und Nährstoffe besser wachsen können. Infolgedessen sollte man beim Baumfällen stets die Regenerierung der Wälder als Absicht haben, dass die neuwachsenden Bäume mehr CO2 speichern können. Das heißt, das beste Rezept gegen den Klimawandel ist es, den Wald zu erhalten und zu vergrößern, aber zur gleichen Zeit so viel Holz wie möglich zu entnehmen und dieses zu verarbeiten.

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Wir verfolgen strikt eine nachhaltige Forstwirtschaft, indem wir ständig überprüfen, was jeweils das beste Vorgehen für den einzelnen Wald ist und verwenden saubere Energie, die Umwelt und Natur schont. Unsere Absicht ist es, die nachhaltige Forstwirtschaft voranzutreiben und sie als Werkzeug zur sozialen Eingliederung einzusetzen.

Außerdem sollte man auch noch bedenken, dass das verarbeitete Holz mehrmals verwendet werden kann. Beispielsweise kann ein Holmöbelstück nach Ende seiner Lebensdauer zu Pressspanplatten und später zu Pellets weiterverarbeitet werden und so das CO2 über einen längeren Zeitraum speichern.

Das gespeicherte Kohlenstoffdioxid bleibt solange in den Holzprodukten gespeichert, bis diese verbrannt werden oder sich zu zersetzen beginnen. Damit die Treibhausbilanz Null erreiche, müsste jede Person auf der Welt mehr als 1,5 Hektar Wald pflanzen. Die Amazonaswälder halten ca. 30% der gesamten gespeicherten Kohlendioxidmenge in ihren Stämmen.

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Laut einem Forschungsprojekt des Instituts für Weltforstwirtschaft der Universität Hamburg könnte man die Kohlendioxidbelastung in Deutschland mit einer klugen und nachhaltigen Forstwirtschaft um 24 Millionen Tonnen pro Jahr entlasten.

Am Ende gelangt das CO2 zwar immer wieder in die Atmosphäre, damit sind die Bäume nicht die ultimative Lösung zum Problem des Klimawandels. Sie können uns aber mehr Zeit verschaffen, um langfristige und endgültige Lösungen zu finden, die das Problem effektiv aus dem Weg schaffen können.

 

 

 

 

Quellen:

http://www.concienciaeco.com/2016/02/05/los-arboles-mas-eficientes-la-absorcion-co2/

http://blogs.elpais.com/eco-lab/2011/06/pueden-los-arboles-compensar-el-co2-emitido-por-los-coches.html

http://www.fao.org/docrep/ARTICLE/WFC/XII/0043-B2.HTM

http://www.pfeifergroup.com/es/materia-prima/madera-y-co2/

http://fedemco.com/es/noticias/item/297-huella-de-carbono-mas-madera-las-emisiones-de-co2-crecieron-un-5-en-espana-en-2015

http://fedemco.com/es/noticias/item/297-huella-de-carbono-mas-madera-las-emisiones-de-co2-crecieron-un-5-en-espana-en-2015

http://www.univision.com/noticias/planeta/talar-los-bosques-de-forma-selectiva-ayuda-a-arboles-restantes-a-absorber-mas-co2?mkt_hm=4&utm_admin=8097

http://www.concienciaeco.com/2016/02/05/los-arboles-mas-eficientes-la-absorcion-co2/

http://arboliza.es/compensar-co2/listado-arboles-por-capacidad-absorcion-co2.html

http://www.zeit.de/2009/43/U-Waldklima

http://www.modernfuels.gr/wp-content/uploads/sustainable-forestry-carbon-cycle-en.jpg

 

Autor: Joan Ramis

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