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Frühling im Wald – was dort vor sich geht

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Seit langer Zeit zeigen sich die ersten Sonnenstrahlen nach dem grauen Winter – der Frühling hält Einzug. Betrachtet man jedoch die Wälder mit ihren braunen und kahlen Laubbäumen, hinterlässt dieser Anblick eher noch einen winterlichen Eindruck. Doch der Schein trügt: auch im Wald stellt sich der Frühling schon ein. Aber was genau passiert mit den Blumen, Bäumen und auch Tieren des Waldes nach der kältesten Zeit des Jahres? Diese und weitere Fragen möchten wir euch in diesem Blog gerne beantworten.

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WIE KÖNNEN PFLANZEN DIE KÄLTE DES WINTERS ÜBERLEBEN?

Anders als Tiere können Pflanzen sich ihr Leben lang nicht von der Stelle bewegen – auch nicht bei sinkenden Temperaturen. Jedoch haben sich bei Pflanzen Fähigkeiten herausgebildet, die ihnen helfen, sich der Umwelt anzupassen und sich auf zukünftige, auch ungünstige Zustände einzustellen, welche vor allem im Winter vorherrschen. Zu dieser Jahreszeit fehlt den Pflanzen Wärme, Licht und auch Wasser, da der Boden teilweise gefriert. Ein Großteil der Bäume lässt aus diesen Gründen schon im Herbst ihr Laub fallen, um weniger Wasser zu verlieren. Andere Pflanzen, vor allem sogenannte Frühblüher, haben unterirdische Organe wie Rhizome, Knollen oder Zwiebeln, die als Nahrungsspeicher dienen und ihnen dabei helfen, den Winter zu überstehen. Wieder andere Arten sterben schon im Herbst ab; allein ihre Samen überstehen die Kälte.

 

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Manche Pflanzen können sogar blühen, obwohl noch Schnee liegt

 

WOHER WISSEN PFLANZEN, WAS DER OPTIMALE AUSTRIEBS- UND BLÜHZEITPUNKT IST?

Hier spielt nicht nur die Lichtintensität oder die Temperatur eine Rolle, sondern ist es vielmehr die Pflanze selbst, „die Signale von außen mit inneren Steuerungsfaktoren kombiniert“. (http://www.waldwissen.net/wald/baeume_waldpflanzen/krautige/wsl_fruehlingswald/wsl_fruehlingswald_originalartikel.pdf) Zu diesen Zeichen von Außerhalb zählt besonders die Belichtungszeit. Es gibt keine allgemein gültige Erklärung, wann der optimale Austrieb- und Blühzeitpunkt ist, da jede Pflanze selbst Lösungen entwickelt hat, sich an ihre Umwelt anzupassen. Allerdings lassen sich drei generelle Vorgehensweisen erkennen: neben den tagneutralen Pflanzen gibt es die Langtagpflanzen, welche an langen Tagen blühen, die auf die davor kurzen Tage folgen. Kurztagpflanzen dagegen kommen zur Blüte, wenn die Tage kürzer werden. Die Pflanzen nutzen aber auch die Wärme der Sonne, vor allem, da im Frühling die Sonnenstrahlen durch die blanken Äste besonders gut den Boden erreichen können. Zu dieser Zeit ist der Wald so farbenfroh wie nie, da nach dem Nachwachsen des Laubes zu einem späteren Zeitpunkt die Sonne kaum zum Boden durchdringt und deshalb vor allem auf die Wege, lichte Wälder oder am Waldrand scheint.

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Im Frühling erwachen alle Pflanzen aus ihrem Ruhestadium und der Wald verändert sich

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Es ist außerdem auch interessant zu wissen, dass der Frühling nicht in allen Ländern und sogar innerhalb eines Landes nicht zur gleichen Zeit beginnt. Beispielsweise gibt es große Unterschiede zwischen dem Süden und dem Norden Spaniens: in Regionen wie Andalusien, Murcia oder Extremadura steigen meist schon Ende Februar die Temperaturen, während dies in den Pyrenäen, den “Montes de Léon” oder im Iberischen Gebirge bis Mai dauern kann. Dies ist der Grund, wieso man auch von den “primaveras de España” (dt.: die Frühlinge Spaniens) spricht.

 

WAS PASSIERT MIT DEN LEBEWESEN DES WALDES IM FRÜHJAHR?

Im Frühling werden nicht nur die Pflanzen wieder aktiv: auch die Tiere des Waldes erscheinen aus ihren Verstecken. Viele Vogelarten beginnen mit dem Bau ihrer Nester, die ersten Jungtiere kommen auf die Welt und Zugvögel kommen zurück. Auch die Vielfalt an Blüten im Wald lockt Insekten wie Käfer, Bienen oder Schmetterlinge an, die Blüten bestäuben.

 

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Im Wald können wir den Frühling mit allen Sinnen wahrnehmen

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Abhängig von der Art der Bestäubung können die Blüten von Bäumen sehr unterschiedlich aussehen. Werden Bäume, wie zum Beispiel die Rosskastanie, durch Insekten bestäubt, locken sie diese durch farbenfrohe und häufig duftende Blüten an. Der Duft signalisiert, dass sich in den Blüten Nektar befindet. Fliegen Insekten nun die Blüte an, um an den Nektar zu gelangen, bleiben gleichzeitig Pollenkörner an ihnen haften. Sobald die Insekten dann weitere Blüten anfliegen, hinterlassen sie einige der Pollenkörner und nehmen wieder andere der neuen Blüte auf. Damit sichern sie die Bestäubung der Pflanzen.

 

Die Blüten von Bäumen, die durch Wind bestäubt werden, wie beispielsweise die Buche oder Eiche, sind eher unauffällig. Bei der Bestäubung durch Wind entwickelt sich in den männlichen Blüten eine große Zahl an Pollenkörnern, da ungewiss ist, von welcher Seite der Wind kommt und wohin er die Pollenkörner weht. Die Pollenkörner der männlichen Blüte werden zu den weiblichen Blüten geweht und bleiben dort haften. Der perfekte Zeitpunkt für diese Bestäubung ist der Frühling. Die Pollenkörner sollen nämlich weit getragen werden, damit die neu wachsenden Bäume dem Mutterbaum keine Konkurrenz machen. Dies ist Anfang des Frühlings möglich, da die Bäume zu dieser Zeit noch kahl sind und somit das Laub den Weg der Pollen nicht beeinträchtigen kann.

 

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… Übrigens: am 21. März war der Internationale Tag des Waldes und somit ein weiterer Grund für einen Frühlingsspaziergang durch den Wald!

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QUELLEN

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