Was wir aus dem Covid-19 Virus lernen können

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Wie Covid-19 die Luftverschmutzung beeinflusst

Die Ausgangsbeschränkungen bis hin zur vollständigen Quarantäne belasten uns, niemand hätte sie sich gewünscht. Vor allem ist natürlich der Grund für die Ausgangssperren, der Covid-19 Virus, alles andere als positiv. Welche Entwicklungen sich allerdings in unserer Umwelt beobachten lassen, ist bemerkenswert. Die gesundheitspolitischen Maßnahmen bringen eine umfangreiche Einstellung des Verkehrs, sowohl Lang- als auch Kurzstreckenverkehr, sei es mit PKW, Bahn oder Flugzeug, sowie der Industrie mit sich. Was auf Satellitenbildern deutlich zu erkennen ist, ist der immense Rückgang der Luftverschmutzung, der sich daraus ergeben hat. Die Schadstoffkonzentration, etwa von Stickstoffdioxid, welches durch menschliche Aktivität freigesetzt wird, überwiegend durch PKWs, hat rapide abgenommen.

 
httpswww.mdr.dewissenumwelt-profitiert-von-corona-100.html

Quelle: https://www.mdr.de/wissen/umwelt-profitiert-von-corona-100.html

 

Zunächst festgestellt wurde dieser Effekt in China, welches stark unter hoher Luftverschmutzung leidet. Auch die Smogwolke über Norditalien ist nach etwa einem Monat des Beginns der Restriktionen weitestgehend verschwunden, und in Venedig beispielsweise ist das Wasser in den bekannten Wasserstraßen so bedeutend sauberer geworden, dass zahlreiche Fische wieder dorthin zurückkehren. Seit Inkrafttreten der Ausgangssperre lässt sich auch in der Gegend von Madrid ein Rückgang der Schadstoffbelastung feststellen.

 

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Quelle: https://muhimu.es/medio-ambiente/nasa-coronavirus-contaminacion-china/

 
 

Was dies mit unserer Gesundheit zu tun hat

Die WHO warnt vor der starken Beeinträchtigung der Gesundheit der Weltbevölkerung durch die Luftverschmutzung. Nach Daten der WMO (World Meteorological Organisation) leben 92% der Bevölkerung in Gegenden, wo die Kontamination verträgliche Werte übersteigt. Die Zahl der Tode, die direkt oder indirekt der Verschmutzung zuzuschreiben sind, wurde für das Jahr 2019 auf 8,8 Millionen geschätzt, 800.000 allein in Europa. Saubere Luft hat demnach einen sehr hohen Wert für die Gesundheit weltweit. Auch Covid-19-Erkrankungen verlaufen in der Regel drastischer, wenn die Lunge beispielsweise durch eine hohe Luftverschmutzung jahrelang vorbelastet wurde.

httpswww.br.denachrichtenwissenfaktenfuchs-was-hat-luftverschmutzung-mit-corona-zu-tun,Ru4gWgF

Quelle: https://www.br.de/nachrichten/wissen/faktenfuchs-was-hat-luftverschmutzung-mit-corona-zu-tun,Ru4gWgF

 

Die WHO definiert Gesundheit als “Zustand völligen psychischen, physischen und sozialen Wohlbefindens“, diese geht also über die körperliche Unversehrtheit hinaus. Gerade in dieser Zeit der Ausnahmesituation lernen wir die Gesundheit wieder stärker wertzuschätzen: Nicht nur die Sorge vor der körperlichen Erkrankung, sondern auch unser psychisches und soziales Wohlbefinden sind in dieser Zeit sehr angegriffen. Was lernen wir also daraus? Hoffentlich, uns in Zukunft wieder vermehrt und bewusst um unser physisches, psychisches sowie soziales Wohlbefinden zu kümmern..

kirsty-barnby-JbZG7U093Bw-unsplashQuelle: https://unsplash.com/photos/JbZG7U093Bw

 
 

Was wir für unsere Gesundheit tun können

Von einer geringeren Luftverschmutzung würden wir alle profitieren. Die Entwicklungen während der durch den Coronavirus bedingten Ausgangsbeschränkungen zeigen uns, was für positive Entwicklungen der Luftverschmutzung und klimaschädlichen Abgase möglich ist. Natürlich ist es weder wünschens- noch empfehlenswert, die aktuellen Maßnahmen länger als nötig beizubehalten. Jedoch ist dies ein guter Zeitpunkt für jede*n von uns, darüber nachzudenken, ob die klimaschädlichen und luftverschmutzenden Aktivitäten im selben Maß wieder aufgenommen werden müssen – oder ob sowohl auf individueller als auch auf industrieller Ebene nicht notwendige Aktivitäten wegfallen können und sollten. Neben diesem indirekten Beitrag zur Förderung der Gesundheit ist es zudem wichtig, dass wir alle selbst unsere eigene Gesundheit stärken, auch bevor wir krank werden.

juniperphoton-KKFKrOu3BVc-unsplashQuelle: https://unsplash.com/photos/KKFKrOu3BVc

 
 

Wie der Wald unsere Gesundheit stärkt

Der Wald hat viele Funktionen und Vorteile für den Menschen – neben Holz- sowie Nicht-Holzprodukten liefert er uns unter anderem sauberes Wasser und saubere Luft. Zudem stiftet er den Menschen großen Nutzen dank seines Einflusses auf das Klima.

In unseren Blogs haben wir auch das ein oder andere Mal erwähnt, dass der Wald gut für unsere Gesundheit ist – und dies nicht nur aufgrund der in ihm beheimateten Heilpflanzen. Er besitzt eine therapeutische Wirkung, worauf sich auch unser Konzept des Forest Coachings stützt. Bei Social Forest sind wir jedoch nicht die einzigen, die auf diese Wirkung aufbauen. Vor allem in Japan und in Österreich ist das Konzept der Waldtherapie nicht unbekannt. Auch in Deutschland kommen diese Praktiken immer mehr an. Viele haben es wahrscheinlich schon selbst erlebt: Nach einem Waldspaziergang fühlen wir uns vitalisiert und entspannt. Die frische kühle Luft, die angenehmen Grün- und Brauntöne, die beruhigenden Geräusche von Tieren und Blättern im Wind zeigen sich überaus erholsam. Doch inwiefern lässt sich diese Wirkung tatsächlich wissenschaftlich erklären?

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Quelle: SocialForest

 

Die diesbezügliche Forschung ist zu großen Teilen japanischen Ursprungs: Shinrin-yoku, übersetzt Waldbaden, ist eine offiziell anerkannte Therapiemöglichkeit und hat einen eigenen Forschungszweig an Universitäten. Zu den nachgewiesenen Effekten zählen zum Beispiel das Schwächen von Ängsten und Depressionen, sowie die Senkung von Blutdruck und Cortisolspiegel. Durch das Einatmen antibiotisch wirkender Abwehrstoffe, sogenannte Phytonzide, werden die Abwehrkräfte des Körpers gestärkt und vermehrt NK-Zellen gebildet, welche Krebszellen aufspüren und angreifen. Es wurde beobachtet, dass bereits ein Tag im Wald die Aktivität dieser Killerzellen um 50% steigert. Bäume können zudem zielgerichtet Kommunikationsmoleküle abgeben, sogenannte Terpene, die unser Immunsystem stärken. Besonders hoch ist die Konzentration dieser Moleküle übrigens in den Sommermonaten. Werden Aufenthalte im Wald zudem regelmäßig dazu genutzt, spazieren zu gehen, zu wandern oder Rad zu fahren, senkt dies das Herzinfarktrisiko immens.

 
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Quelle: SocialForest

 

Alles in allem ist unsere körperliche, psychische und soziale Gesundheit äußerst wertvoll und sollte deshalb bewusst gepflegt werden. Der Wald bietet uns dabei eine Möglichkeit, dies auf ganz natürliche Weise und ohne Kosten zu tun. Wir können es jedenfalls kaum erwarten, wieder in den Wald gehen zu können und diesen wieder zu pflegen, so wie es ihm gebührt und er es braucht!

 
 

Damit verbundene SDG

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