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Social Forest pflanzt im Rahmen des Projekts LifePinassa 3000 Bäume

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Unsere SocialForester pflanzen nun schon seit gut einem Monat Schwarzkiefern im Espai Natura Montserrat – Coll de Can Maçana. Diese Aktion ist Teil des Projektes LifePinassa der Europäischen Union. Zusammen mit dem Centre de Propietat Forestal, dem Centre Tecnològic Forestal de Catalunya (CTFC) und dem Departament de Interior de la Generalitat de Catalunya führen wir eine Pflanzung von 3000 Bäumen auf dem Grund der Fundació Catalunya La Pedrera in den Bergen von Montserrat durch.

Was ist LifePinassa und was soll dadurch erreicht werden?

 

Life+ Pinassa ist ein europäisches Projekt, das sich die Erhaltung der Schwarzkieferwälder Kataloniens zum Ziel gesetzt hat. Innerhalb des katalanischen Natura 2000 Netzwerkes soll der Bestand der Schwarzkiefern mit verschiedenen Aktionen mittel- und langfristig erhalten werden. Eine dieser Aktionen ist die Pflanzung, die wir in Montserrat durchführen.

 

Diese Aktionen sind notwendig, da das Habitat aufgrund mehrerer Faktoren stark gefährdet ist. Die destabilisierten und wenig diversifizierten Strukturen der Schwarzkieferwälder können sich nicht von allein regenerieren. Daher sind sie anfällig für Waldbrände, die ihre Situation noch verschlechtern würden. All das, weil diese Wälder in der Vergangenheit intensiv ausgebeutet wurden und großen Waldbränden zum Opfer gefallen sind. Weil wenig bis keine regenerierende Forstwirtschaft betrieben wurde und globalen Veränderungen die Bestände stark beeinflussen, ist der Zustand der Schwarzkieferwälder zunehmend instabiler.

Im Allgemeinen sieht das Projekt vor, verschiedene Aktionen an zehn Orten kommunaler Wichtigkeit (LIC) im Natura 2000 Netzwerk durchzuführen. Konflikte zwischen den ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Funktionen der Schwarzkieferwälder sollen somit gelöst werden können.

 

 

Was ist die Schwarzkiefer und wieso sie erhalten?

Die Schwarzkiefer (bot.: Pinus Nigra) ist eine Kieferart, die üblicherweise in sub-mediterranen Gebieten mit humidem und subhumidem Gebirgsklima vorkommt. Man findet sie in Höhenlagen von 500 bis zu 1.200 Metern. In ganz Katalonien gibt es über 120.000 ha Schwarzkieferwälder. Sie erreicht eine Höhe von bis zu 40 Metern.

Ihr Holz zeichnet sich durch einen hohen Härtegrad aus und besitzt eine enorme Resistenz nicht nur gegen Kälte, Schnee und Eis, sondern auch Fäulnis und Schädlingsbefall. Daher ist die Schwarzkiefer für den Forstsektor eine interessante Baumart. Aber der forstwirtschaftliche Aspekt ist nicht der einzige, für den es diese Baumart zu erhalten gilt. Die Schwarzkiefer wird aufgrund ihrer Anspruchslosigkeit und hohen Resistenz – auch gegenüber Luftverschmutzung – weltweit als Forst- und Parkbaum angepflanzt. So kann sie zur Reinigung der Luft, die wir atmen, beitragen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, die Baumart zu erhalten, um die Biodiversität in diesen Gebieten vergrößern. Wegen großer Waldbrände wurde diese Baumart im Montserrat-Gebirge fast vollständig ausgelöscht. Im Gegensatz zu anderen Arten wie die Aleppo-Kiefer (bot.: Pinus Halepensis) fällt es den Keimlingen der Schwarzkiefer nach einem Brand schwer aufzukeimen. Sie wird deshalb in kurzer Zeit von der Steineiche oder der Eiche ersetzt, die unter den erwachsenen Kiefern sprießen. Dadurch dominiert die Aleppo-Kiefer weite Teile des Montserrat-Gebietes. Um wieder ein Gleichgewicht der Kieferarten herzustellen und die Biodiversität zu vergrößern, widmen sich SocialForest und die anderen Projektinitiatoren von LifePinassa der Aufforstung der Schwarzkiefer in den katalanischen Wäldern, genauer gesagt im Espai Natura Montserrat «Coll de Can Maçana» der Stiftung Fundació Catalunya La Pedrera.

Wie wird eine Schwarzkiefer gepflanzt?

Unsere SocialForester haben schon fast 3000 Bäume gepflanzt. Dazu arbeiten sie im Team: Einer bohrt mithilfe des Erdbohrers der Marke Stihl ein Loch von maximal 30 cm an der gewünschten Stelle. Danach setzt ein anderer SocialForester die kleine Pflanze, die wir von Forestal Catalana erhalten haben, in das Loch und füllt es wieder mit Erde bis die Wurzeln bedeckt sind. Damit sich in den Hohlräumen kein Sauerstoff ansammelt, was den Baum töten könnte, muss die Erde um den neu angepflanzten Baum gut festgedrückt werden. Zum Schluss wird Erde um den Baum herum angehäuft, damit sich das Wasser in der Mitte sammeln und direkt zu den Wurzeln fließen kann.

 

 

Wie das aussieht kann man in der Reportage über das Projekt LifePinassa ansehen, die am 13.1.2017 auf TV3 im Programm ESPAI TERRA auf Katalanisch ausgestrahlt wird.

 

 

 

Quellen:

http://fichas.infojardin.com/arboles/pinus-nigra-pino-negral-pino-laricio.htm

http://lifepinassa.eu/?page_id=5

https://en.wikipedia.org/wiki/Pinus_nigra

http://www.gardenmania.com/pinos-y-cedros-/36839-pinus-nigra-pinos-y-cedros.html

http://lifepinassa.eu/?p=1540

 

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